AH Hallenturnier Pforzheim 2020

FC Flehingen (AH) wird beim ältesten Hallenturnier der Welt Dritter

Aufgrund der guten Kontakte von Heiko Faber wird die AH des FC Flehingen schon seit 2015 vom 1. CfR Pforzheim zum ältesten Hallenturnier der Welt in die Fritz-Erler-Sporthalle eingeladen. So auch in diesem Jahr, wo der FC Flehingen nach der Finalniederlage 2019 gegen den übermächtigen FC Bayern München um den damaligen Topscorer Zvejdan Misimovic (16 Tore) von der örtlichen Presse und den Besuchern wieder hoch gehandelt wurde.

 

In der Vorrundengruppe hatte es das vom verletzten Miro Bijelic betreute Team des FC Flehingen mit dem FC Heidenheim, dem SC Markdorf (Bodensee) und dem FC Augsburg zu tun. Wie so oft gestaltete sich das Auftaktspiel gegen den FC Heidenheim etwas zäh. Obwohl man das Spiel klar bestimmte, ging der vor allem in der Defensive gut agierende Gegner zweimal in Führung, die  jedoch von Ingo Baxmann und Thomas Rapp zum 2:2 Endstand ausgeglichen werden konnte. Aufgrund der Ergebnisse der anderen Gruppenspiele musste man im zweiten Spiel gegen den SC Markdort, der sein erstes Spiel gegen den FC Augsburg mit 1:0 gewinnen konnte, siegreich gestalten, wollte man nicht Gefahr laufen, bereits in der Vorrunde auszuscheiden. Manuel Brand gab mit dem schnellen 1:0 die Marschroute vor. Mit einer spielerisch ansprechenden Leistung konnte nach weiteren Treffern von Sertac Öztürk (2x) und Thomas Rapp ein sicherer 4:0 Sieg eingefahren werden, der sogar höher hätte ausfallen können. In einer insgesamt ausgeglichenen und recht engen Gruppe war man vor dem letzten Spiel bereits für die Zwischenrunde qualifiziert. Dennoch galt es sich mit einem Sieg gegen die Vertretung des Bundesligisten FC Augsburg als Gruppensieger eine gute Ausgangssituation für die Zwischenrunde zu verschaffen. Wie schon im Spiel gegen den FC Heidenheim geriet der FC Flehingen auch hier in Rückstand, dieses Mal sogar mit 0:2. Und wieder waren es die Defensivspezialisten Ingo Baxmann und Thomas Rapp, welche die Partie kurz vor Schluss auf pari stellten. So hieß es am Ende 2:2 und man musste warten, wie die Begegnung zwischen dem SC Markdorf und dem FC Heidenheim endete. Der SC Markdorf hätte mit einem Sieg und dann 6 Punkten am FC Flehingen vorbeiziehen können. Da dieses Spiel vom FC Heidenheim gewonnen wurde, war der FC Flehingen mit 5 Punkten und 8:4 Toren Gruppensieger vor dem FC Heidenheim und dem FC Augsburg mit jeweils 4 Punkten während der SC Markdorf mit einem Sieg und zwei Niederlagen ausschied.

 

In der Zwischenrunde werden beim Rudolf-Reinacher-Gedächtnisturnier in vier Dreiergruppen die Halbfinalteilnehmer ermittelt. Das heißt im Klartext, nur der Gruppensieger jeder Dreiergruppe schafft den Einzug ins Halbfinale – keine einfache Sache. Als Gruppensieger der Vorrunde bekam es der FC Flehingen mit dem TV Hochdorf als zweiter seiner Gruppe und der Genuss-Allianz, einem Team um die ehemaligen Bundesliga-Profis, Guido Buchwald (VfB Stuttgart, Karlsruher SC, 334 Bundesliga-Spiele, 76 Länderspiele, Weltmeister 1990), Chiquinho (Borussia Mönchengladbach, 24 Bundesliga-Spiele) und Dietmar Hirsch (Borussia Mönchengladbach, MSV Duisburg und Hansa Rostock, 196 Bundesliga-Spiele) sowie Vertreter von renommierten Köchen und Hoteliers zu tun. Die Genuss-Allianz schloss ihre Vorrundengruppe als Dritter ab. Nachdem zunächst der TV Hochdorf gegen die Genuss-Allianz mit 1:0 gewonnen hatte, war die Vorgabe für das Spiel des FC Flehingen gegen die Genuss-Allianz klar. Eine bessere Ausgangslage als das 1:0 des TV Hochdorf musste her, damit später im direkten Vergleich gegen Hochdorf ein Unentschieden reichen würde. Doch zunächst setzte Chiquinho mit dem frühen 1:0 eine Duftmarke. Nach dem Ausgleich von Sasa Zrnic erhöhte Kosta Marapidis mit einem über die Bande selbst vorbereiteten Treffer auf 2:1. Doch bereits im Gegenzug wusste Dietmar Hirsch nach feiner Vorarbeit von „Diego“ Buchwald den Ausgleich zu markieren. Dann kam wieder die Zeit der torgefährlichen Abwehrrecken des FC Flehingen. Ingo Baxmann und Thomas Rapp stellten mit ihren beiden Treffern den 4:2 Endstand her. Damit hatte man die gewünscht gute Ausgangsposition für das entscheidende Spiel gegen die Mannen des TV Hochdorf um den Ex-Profi Rüdiger „Rübe“ Kauf (VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld, 184 Bundesliga-Spiele und 108 Zweitliga-Spiele) erreicht. Ein Unentschieden sollte für den Einzug ins Halbfinale reichen. Der FC Flehingen bestimmte die Partie während der TV Hochdorf auf seine Konterchance lauerte. Durch einen sehenswerten Treffer von Sasa Zrnic ging der FCF Flehingen in der 8. Spielminute mit 1:0 in Führung. Eigentlich schien damit dem Halbfinaleinzug nichts mehr im Wege zu stehen. Eine Unachtsamkeit in der Defensive führte aber zum glücklichen Ausgleich für Hochdorf und er FC musste nochmals bangen. Gekonnt wurde aber die verbleibende Zeit mit großer Ballsicherheit von der Uhr gespielt. Im Halbfinale standen dann mit dem FC Bayern München, dem 1. FC 08 Birkenfeld und dem FC Flehingen drei der vier Halbfinalteilnehmer des Vorjahres. Komplettiert wurde die Vorschlussrunde durch den Seriensieger der letzten Jahre von Inker Zapresic aus Kroatien. Dieser war dann auch der Halbfinalgegner des FC Flehingen. Während die Kroaten sichtlich schwierig mit einer Niederlage in der Vorrunde gegen Birkenfeld in das Turnier gestartet sind, haben sich die Hallenspezialisten vom Balkan von Spiel zu Spiel deutlich gesteigert und sich mit ihren feinen technischen Fertigkeiten zum Turnierfavoriten gemausert. In einer von gegenseitigem Respekt geprägten Spiel hatte zunächst der FC Flehingen mehr Ballbesitz. Jedoch führte der erste Stockfehler zu einem Ballverlust, welchen die Kroatien zur 1:0 Führung verwerteten. Durch einen von Sertac Öztürk verwandelten Neunmeter konnte der FC Flehingen ausgleichen. Nach einer umstrittenen Foulentscheidung an der Band zimmerte die starke Nummer 10 mit dem noch stärkeren linken Hammer den Ball ins Flehinger Tor. Nun ließen die kroatischen Ballzauberer ihre Flehinger Kontrahenten, die nach einer Verletzung in der Zwischenrunde ohne Ingo Baxmann auskommen mussten, mehr und mehr laufen. Dabei wusste Zapresic die sich bietenden Freiräume konsequent bis zur 4:1 Führung zu nutzen. In der Schlussminute konnte Thomas Rapp nur noch zum 4:2 verkürzen. Auch wenn man am Ende die sich aus dem Spielverlauf resultierende Überlegenheit des Gegners anerkennen musste, haderten die Flehinger Spieler insbesondere mit dem spielentscheidenden Szene zum 2:1. Hätte man das 1:1 längere Zeit halten und vielleicht selbst in Führung gehen können, wäre durchaus auch das zu diesem Zeitpunkt zugegebenermaßen stark aufspielende Inker Zapresic sicherlich zu schlagen gewesen.

 

Im kleinen Finale kam es zur Neuauflage des Halbfinals von 2019. Nach dem Ausfall von Ingo Baxmann musste das Team hier auch noch auf Sertac Öztrük verzichten, während der Gegner 5 (!) Ersatzspieler auf der Bank zur Verfügung hatte. Auch wenn der FC Flehingen um die Gefährlichkeit des Gegners mit dem bekannten Hallenspezialisten Bruno Martins wusste, nahm der FCF von Anfang an das Heft in die Hand und diktierte die Partie. Der FC Flehingen lies in der Defensive wenig zu und erspielte sich einige gute Chancen. In der 6. Minute gelang Heiko Faber nach feiner Vorarbeit über die Bande von Kosta Marapidis das 1:0. Thomas Rapp erzielte mit seinem 6. Turniertreffer in der Schlussminute den verdienten 2:0 Endstand.

 

In einem ebenso spannenden und abwechslungsreichen Finale zwischen Inker Zapresic und dem FC Bayern München stand es nach der regulären Spielzeit 2:2 Unentschieden. Die Entscheidung musste somit im Neunmeterschießen fallen. Hier waren die Kroaten das glücklichere Team und konnten sich damit bereits zum achten Mal den Turniersieg sichern. Bei der abschließenden Siegerehrung wurde Sasa Zrnic vom FC Flehingen in das Allstar-Team des Turniers gewählt.

 

Bei der obligatorischen Players-Party im Kulturhaus Osterfeld feierten die Spieler nahezu aller Teams bei Musik und kulinarischen Köstlichkeiten gemeinsam bis spät in die Nacht. Hier gab es u. a. begeisternde Showeinlagen von jungen Nachwuchsturnern der KTV Straubenhardt und einer Tanzgruppe der Pforzheimer Tanzschule Saumweber und Fischer, immerhin 6-fache Deutsche Meister und Vize-Weltmeister im HipHop, Videoclip Dancing und Showtanz.

 

Der FC Flehingen bedankt sich beim 1. CfR Pforzheim für die Einladung zu dessen traditionsreichem Rudolf-Reinacher-Gedächtnisturnier und die Möglichkeit, sich mit namhaften Vereinen und Spielern zu messen. Ein besonderer Dank dabei geht an den Cheforganisator Michael „Rosa“ Rosanowski und dessen Team für eine vorbildliche Organisation des Turniers und des Rahmenprogramms. Der FC Flehingen würde sich auf ein Wiedersehen in 2021 sehr freuen!

 

Für den FC Flehingen in Pforzheim im Einsatz:

Nuncio Brunco (Torwart), Ingo Baxmann (3 Tore), Michael Ferentschik, Thomas Rapp (6 Tore), Sertac Öztürk (3 Tore), Kosta Marapidis (1 Tor), Sasa Zrnic (2 Tore), Manuel Brand, (1 Tor) und Heiko Faber (1 Tor). Betreuer: Miro Bijelic

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